Zum Abschluß haben wir dann noch einen Bootsausflug von Alter do Chao nach Vila Ana gemacht, einer kleinen Gemeinde, die aus 90 Familien besteht. Die Bewohner dort züchten im Wasser Fische in Käfigen, um sich ernähren zu können. Honig produzieren sie dort ebenfalls. Das Dorf war auch sehr schlicht und einfach.

 

Dieser Tag sollte mit Abstand der anstrengendste werden, und das meine ich ausnahmsweise mal ernst. Denn wenn man früh morgens um 7 Uhr mit dem Boot losfährt, um dann bei brütender Mittagssonne bei mit Sicherheit 40°C - 45°C auch noch marschieren muß, ist das wirklich die Hölle. Und wenn ich das als Sonnenanbeter schon sage, hat das was zu heißen.

 

Nun ja... genug gequatscht... jetzt ist es wohl an der Zeit, den Hauptdarstellern platz zu machen.... Ey, Fotos, seid ihr bereit?!...

 

Und da kommen sie auch schon... die Fotos!!!... Applaus Applaus Applauuuus!!!

 

(Unter manche Fotos habe ich Kommentare geschrieben. Also gut hingucken, die sieht man erst, wenn man das Foto vergrößert)

 

 

Nach ca. zwei Stunden kamen wir dann in Vila Ana an. Da war noch alles okay. Der Strand war riesig und alles wunderschön. Hahaha!

 

 

Und dann ging´s wieder zurück zum Boot. Ich hatte Kopfschmerzen. Habt ihr damals eure Eltern auch als Kind gefragt, warum die Araber Kopftücher tragen, wenn´s doch eh schon so heiß in der Wüste ist??? Jetzt, im Alter von 32 Jahren, habe ich endlich die Antwort darauf gefunden. Ein leichtes Tuch bei knallender Sonne, ist ein wirklich angenehmer Sonnenschutz. Ich war nicht der einzige der ein Tuch überm Kopf hatte. Manche haben sich ihre Hemden über den Kopf gebunden, je nachdem was gerade griffbereit war.

 

 

Auf dem Rückweg haben wir dann noch woanders angelegt, um eine ausführliche Badepause zu machen. Dort haben wir dann auch reichlich Flußdelphine ("Boto" genannt) gesehen. Naja, zumindest teilweise, wenn sie kurz aufgetaucht sind. Anschließend ging´s dann wieder zurück nach Alter do Chao, wo wir dann im Dunkeln ankamen und zum Ende hin noch gut durchgeschaukelt wurden, da es ganz in der Nähe gewittert hat.

 

 

Am Abend gab´s dann noch eine kleine Abschlußfeier am Strand. Eigentlich waren aber alle tot. Aber jap, ... es durfte mal wieder mitgetanzt werden.

 

 

Am 23.10. ging´s dann von Alter do Chao für unser Büroteam und zwei anderen EH noch weiter nach Santarém. Dort sollten wir uns dann noch drei verschiedene Projekte, in denen ein paar von unseren Entwicklungshelfern arbeiten, anschauen. Am 23.10. waren wir in einem Waldprojekt, das nannte sich Flona. Das ist wohl ein abgeriegeltes Waldgebiet, aus dem Firmen teilweise abholzen dürfen. Natürlich immer in Absprache mit der Forstverwaltung oder wie sich das nennt. In diesem Projekt habe ich... EIN ganzes Foto gemacht! Hahahaha! Sooo viel haben wir von Santarém nicht gesehen, aber es scheint ein ruhiges Städtchen zu sein. Natürlich sind wir auch dort abends weggegangen. Dort konnten wir auch die Stelle sehen, wo der Amazonas auf den Tapajós trifft. Das konnte man ganz gut an den unterschiedlichen Wasserfarben sehen.

 

 

Am Sonntag ging es zu einem Projekt, wo eine Ananasähnliche Frucht gepflanzt wird. Aus den Fasern der Blätter werden dann Seile, etc. produziert und weiterverkauft.

 

 

Danach ging´s dann weiter nach Belterra, dort arbeitet Steffi. Belterra wurde früher im Prinzip von Henry Ford gegründet, aufgrund des Gummis. Heute ist es aber nur noch ein ruhiges Dörfchen, aber die Häuser von damals sind noch geblieben. In den meisten Fällen immer noch in grün-weiß angestrichen. Die letzten beiden Fotos sind von der Bar in Santarém, wo ich mit Nubia alleine zu Abend gegessen habe. Normalerweise reicht der Fluß bis oben zur Bar heran, sieht mit Sicherheit noch schöner aus dann.

 

 

Am allerletzten Tag hatten wir uns nur die Büros vom letzten Projekt von Alexander angesehen. An dem Tag hat es richtig geschüttet. Und wir mußten noch raus zum Auto, um zu unserem Hotel zu kommen.. nur raus aus der Tür, rein ins Auto... und wir waren wirklich naß bis auf die Unterhose. Wahnsinn!!!